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Großes Theater
Mit einer Aufführung von Mozarts Zauberflöte in der Landvolkshochschule Pappenheim machte der Rektor der Pappenheimer Grundschule Herbert Brumm den Schülerinnen und Schülern ein letztes großes Geschenk: Zu Schuljahresbeginn verlässt der beliebte Pädagoge die Altmühlstadt und wechselt als Rektor an die Grundschule in Treuchtlingen.
Große Emotionen gab es bei Kindern, Eltern und Ehrengästen nicht nur während der anrührenden Interpretation von Mozarts bekanntester Oper, die von Ensemblemitgliedern der Wiener Kinderoper Papageno gestaltet wurde – viel Gefühl war auch bei den Abschiedsworten von Herbert Brumm spürbar. Er verglich seine Zeit an der Pappenheimer Grundschule mit einem Theaterstück, das sich nun seinem Ende näherte. Wie bei jeder Vorführung habe er viele Schauspieler gebraucht: „Danke, liebe Kinder, dass ihr mit mir das Theaterstück Grundschule so toll gestaltet habt“ bedankte sich der sichtlich bewegte Pädagoge bei seinen Schülerinnen und Schülern, die ihm viele gute Wünsche und einen Strauß Sonnenblumen mit auf den Weg gaben.
Karl-Heinz Rackl blickte als Vertreter des Lehrerkollegiums in launigen Abschiedsworten auf die Amtszeit seines Chefs zurück. Die Aufführung der Zauberflöte habe ihn dazu inspiriert, seinen Vorgesetzten mit dem Prinzen Tamino zu vergleichen. Dieser habe mit Hilfe seiner Zauberflöte alle Wünsche erfüllt. Wie Tamino habe Herbert Brumm oftmals wie „von Zauberhand“ agiert. „Ein Pfiff und es gelang ihm, die Weltmeisterin Melanie Behringer zur Eröffnung des Mini-Fußballfeldes zu bewegen“ führte Rackl als Beispiel für das Geschick des Treuchtlingers an. Weitere Kunststücke seien ihm mit der Auszeichnung der Pappenheimer Grundschule als „europäische Umweltschule“ sowie der Realisierung der Umgestaltung der Außenanlagen und der Klassenräume gelungen. Letztendlich habe er die „wilden Wasser und Feuer des Ministeriums“ überwunden, um zu seiner „Pamina“, der Grundschule Treuchtlingen zu gelangen.
Anerkennung für die Leistungen von Herbert Brumm gab es von Dekan Wolfgang Popp, der den liebevollen Umgang des Pädagogen mit den Grundschulkindern würdigte. Zudem habe mit vielen Ideen und Denkanstößen für „frischen Wind“ in der Altmühlstadt gesorgt. Ein Lob, dem sich der Pappenheimer Bürgermeister Uwe Sinn nur anschließen konnte: „Sie haben unseren Kindern ein gutes Rüstzeug mit auf den Weg gegeben, damit sie sich den Herausforderungen unserer Zeit stellen können!“ Sinn hob hervor, dass mit der von Brumm gewählten Art der Verabschiedung mehr als deutlich werde, dass dieser nicht seine eigene Schaffenskraft nach außen präsentieren wolle sondern bis zuletzt den Fokus auf die Kinder richte. Die Kinder waren es dann auch, die den emotionalen Schlusspunkt unter die Feierstunde setzten: Beim gemeinsam vorgetragenen Segenslied kullerten bei so manchen Schülerinnen und Schülern dicke Tränen.
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