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8.2.2012 - 8:05

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Stadtgeschichte

Der Beginn der Besiedelung der Gegend um Pappenheim, das beweisen Funde aus Gräbern, liegt in der jüngeren Steinzeit. Um 400 v. Chr. ließen sich die Kelten hier nieder. Viele Kultstätten, wie die Fliehburg auf der "alten Bürg", die "Teufelskanzel" und auch unzählige Hügelgräber auf den Höhen rings um Pappenheim erinnern an diese Zeit. Ein erster Ort dürfte um das Jahr 500 entstanden sein, als die Franken die Alemannen verdrängten. Das Oberhaupt einer hier ansässig gewordenen Sippe soll ein fränkischer Edeling namens Papo oder Papin gewesen sein. Von seinem Namen, gemeinhin übersetzt mit "der in der Schlacht Glänzende", der "Streiter", leitet man den Ortsnamen Pappenheim ab.
Um das Jahr 600 begann die Christianisierung unseres Gebietes. Sie nahm ihren Ausgang von Solnhofen und wurde seit der Mitte des 8. Jh. getragen von dem Mönch Sola, der im Gefolge der späteren Heiligen Willibald, Wunibald und Walburga von Fulda aus in diesem Raum entsandt worden war.

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Die erste Erwähnung von "Papinhaim im Sualafeld" findet sich in einer Urkunde aus dem Jahre 802. Aus ihr geht hervor, daß bereits ein Königshof neben dieser Ansiedlung lag. Der Grundherr war ein Franke. Seine Tochter, Witwe eines Schweizer Grafen, schenkte Vermögen und Besitz "in und um Pappenheim" dem Kloster St. Gallen. Eindrucksvolles Zeugnis dieser Verbindung nach St. Gallen ist Pappenheims ältestes Bauwerk, die im 9. Jh. errichtete St. Gallus-Kirche. Der im Kern eindeutig karolingische Sakralbau gehört in seiner schlichten Architektonik und seinen außergewöhnlichen Raumwirkungen zu den bemerkenswertesten Gotteshäusern Frankens.
Anfänglich dürften die Bewohner Pappenheims um diese Kirche herum gesiedelt haben. Nach und nach aber verlegten sie ihren Wohnsitz zu Füßen der Burg, die um das Jahr 1050 entstand. Dort hatte sich das Reichsministerialengeschlecht der Marschälle von Pappenheim niedergelassen. Acht Jahrhunderte hindurch übte dieses Geschlecht bei allen Krönungen sein Amt aus.
Pappenheim als Residenzstadt wurde zum regionalen Mittelpunkt - eine wehrhafte Stadt mit Mauern und Türmen. Neben vielen Privilegien der Reichsmarschälle, so Halsgericht und Judenschutz, hatte die Stadt auch das Asylrecht. Das Stadtrecht wurde ihr 1288 verliehen.

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Im Schutz der Stadtmauern entwickelte sich ein reiches Gewerbeleben. In starken Zünften waren vornehmlich die Hafner, Töpfer, Nadler und Bortenmacher zusammengeschlossen. Obwohl Pappenheim im Laufe der Jahrhunderte gar oft von Kriegen, Hungersnöten, Seuchen und Pest heimgesucht wurde, gelang es den Bürgern immer wieder, sich und ihre Stadt aus den Zeiten des Schreckens und Ruins mit zähem Fleiß in Zeiten des Wohlstandes und Aufblühens zu führen.
Heute zeugen viele Baudenkmäler von Pappenheims reicher Geschichte. Nur einige seien (nach der erwähnten Galluskirche und der Burg) aufgeführt:
Das romanische "Obere Tor", der Judenfriedhof aus dem 12. Jh., das ehemalige Augustinerkloster aus dem 14. Jh. (seit 1700 Gruftkirche der gräflichen Familie), die spätgotische evangelische Pfarrkirche (1478), das Rathaus (1595), das sogenannte "Alte Schloß", ein Renaissancebau, und das im klassizistischen Stil von Leo v. Klenze erbaute "Neue Schloß" (1820).
Seit der Gebietsreform im Jahre 1978 ist Pappenheim "Kleinzentrum". Die Kernstadt zählt heute 2500 Einwohner und ist in ihrem historischen Gesamtbild nahezu unverändert geblieben.

Quelle:  Pappenheim.de

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