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2.8.2021 - 17:38

Dr. Dr. Bertha Kipfmüller

Förderverein für Kunst und Kultur

Vor 150 Jahren wurde Bayerns erste Doktorin in Pappenheim geboren

Vortrag und Ausstellung

Die Frauenrechtlerin, Pazifistin und Sozialistin Dr. Dr. Bertha Kipfmüller steht im Mittelpunkt einer Veranstaltung am Samstag, 26. Februar 2011 in Pappenheim. Veranstalter sind der Kunst- und Kulturverein und der Heimat- und Geschichtsverein Pappenheim. Den Auftakt bildet die offizielle Eröffnung einer ihr gewidmeten Ausstellung im Straßenmuseum Pappenheim, Graf-Carl-Str. 17, um 16:30 Uhr. Anschließend folgt eine Führung zum Geburtshaus, zum Wohnhaus und ein kurzes Gedenken im Friedhof Pappenheim. Bei einer gemeinsamen Brotzeit im Gasthof „Zum Grünen Baum“ in der Dr. Dr. Bertha Kipfmüllerstr. gibt es Gelegenheit zu einem Austausch mit Zeitzeugen. Es folgt ein Vortrag von Hans-Peter Kipfmüller im Museum an der Stadtmühle, Klosterstraße, um 19:30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Der Urgroßneffe von Dr. Dr. Bertha Kipfmüller zitiert aus ihren bisher unveröffentlichten Skripten und Tagebüchern.

Dr. Dr. Bertha Kipfmüller gilt als eine der Mütter der Gleichberechtigung. Die bayerischen Grünen präsentierten sie als eine ihrer Wunschkandidatinnen für die Wände der Ruhmeshalle.

In diesem Jahr, in dem zum 100. Mal der Internationale Tag der Frau weltweit gefeiert wird, wäre sie 150 Jahre alt geworden.

Am 28.Feb. 1861 kam sie als Tochter eines Goldschmiedes in Pappenheim zur Welt. Sie war Lehrerin und Gründerin des ersten bayerischen Lehrerinnenvereins. 1899 promovierte sie – gegen erhebliche Widerstände – als erste Frau Bayerns. Neben dem philosophischen Examen folgten im Alter von 68 Jahren Studium und Promotion zum Dr. jur..

In Nürnberg, wo sie jahrzehntelang lebte, war sie führend in der Frauenbewegung tätig. Nach ihren eigenen Angaben gelangte sie bereits 1886, im Alter von 25 Jahren, durch das Studium Kants zum Pazifismus und war seit 1890 durch Bebels Buch Sozialistin.

Lebenslanges Lernen – sie studierte u.a. zehn Sprachen, darunter Chinesisch, Russisch und Sanskrit – charakterisierte ebenso wie ihr hartnäckiger Kampf für Gleichberechtigung, Frieden und soziale Gerechtigkeit.

1946 wurde sie Ehrenbürgerin der Stadt Pappenheim, wo sie in den letzten Jahren wohnte und das Kulturreferat mit aufbaute.

Auch in Nürnberg wird ihrer gedacht. Am 28.2.2011, ihrem Geburtstag, findet unter dem Motto „Als in die Mauern der Noris eine Schar begeisterter Frauen einzog – Die Frauenbewegung in Nürnberg zwischen Kaiserreich und Republik“ eine Stadtführung statt, dem sich der Vortrag von Herrn Hans-Peter Kipfmüller anschließt (Treffpunkt: Tourist-Info, Königsstr. 93, 18:00).

Samstag, 19. Februar 2011 20:25 Uhr | Alter: 10 Jahre | Dieser Artikel wurde 10723 mal gelesen


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