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19.8.2017 - 16:58

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Nöte und Folgen des Krieges

Nicht allein die Schlachten der -verschiedenen Armeen, sondern auch die vielfachen Belagerungen und Verwüstungen verursachten riesige Bevölkerungsverluste und grausame Martyrien. Die Finanzierung der Soldateska durch Plünderungen führte zum wirtschaftlichen Ruin Deutschlands.

Kleine Söldnerheere im Ermüdungskrieg, wurden aufgrund ihrer Kostspieligkeit nur selten in Schlachten aufs Spiel gesetzt. Schlecht und unregelmäßig bezahlte Landsknechte drangsalierten die Bevölkerung und versorgten sich durch Plünderung nach dem Motto: Der Krieg ernährt den Krieg.

Neben dem Reichsheer und den Armeen der Länder agierten Condottieri wie Wallenstein, Mansfeld und auch Pappenheim mit ihren zusammengekauften Söldnertruppen. Deren Bewaffnung bestand zumeist aus Spießen, Piken und Arkebusen. Trotz militärischer Disziplin kam es zu furchtbaren Verwüstungen der Kriegsgebiete sowie grausamen Folterungen und Greueltaten. Berüchtigt wurde der so genannte „Schwedentrunk“ (Urin oder Jauche).

Die kriegerischen Verheerungen zerstörten nicht nur die Häuser, sondern ebenso die Acker - und Handwerksgeräte. Deutschland stand vor dem wirtschaftlichen Ruin. Generelle Verarmung traf Bürger - wie Bauernstand. Ein Drittel der Gesamtbevölkerung verlor das Leben, in manchen Regionen waren es nahezu 50 - 70%. Dort wurden fast 3/4 der bäuerlichen Anbauflächen Brachland. Viele Orte wurden wüst.

Am Ende des Dreißigjährigen Krieges wurde die kaiserliche Macht gemindert. Gleichzeitig nahmen die politische Ohnmacht des Reiches sowie dessen Zersplitterung in konfessionelle Kleinstaaten zu. Im frühneuzeitlichen Reich befanden sich nun nahezu 350 souveräne Länder und Städte. Während sich in Europa die Nationalstaaten festigten, blieb das Reich fortan ein föderatives"Monstrum".

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