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Was tun bei Leerstand?
Vitalisierung der Provinz: Mehr Paxisbezug mit dem neuen Format „Werkstattgespräche“
Dass unsere Innenstädte seit geraumer Zeit ein Problem mit Leerstand haben, ist kein Geheimnis. Die ehemalige Residenzstadt im Altmühltal steht damit nicht allein da, denn auch andere Städte und Gemeinden spüren die Auswirkungen des veränderten Konsumverhaltens. Denn die Ladengeschäfte sichern nicht nur die Nahversorgung, sie bieten zudem einen sozialen Raum, in dem sich die Bürger begegnen und austauschen können. Auf diese Weise belebt und „beseelt“ Einzelhandel das Ortszentrum. Was tun, um wieder mal ein positives Zeichen zu setzen?
Der Kunst- und Kulturverein hat in den letzten Jahren mit seiner Veranstaltungsreihe „Vitalisierung der Provinz“ immer wieder dazu neue Lösungsansätze aufgezeigt, jedoch eher theoretisch und allgemein. Mit dem neuen Format der Werkstattgespräche wird der Fokus nun auf einen noch stärkeren Praxisbezug gelegt. „Eine lebendige Innenstadt mit funktionierendem Einzelhandel ist für uns ein schützenswertes Kulturgut", erklärt der Verein seine Motivation, „sie schafft soziale Räume für Begegnung und Austausch. Sie beleben und beseelen das Ortszentrum."
Das erste Werkstattgespräch widmet sich einem konkreten Objekt: der leerstehenden ehemaligen Hoechstetter-Apotheke in der Deisingerstraße 26. Gemeinsam mit Fachleuten sowie interessierten Bürgern sollen vor Ort realisierbare Nutzungsideen entwickelt werden. Nicht Immobilienmakler oder Investoren sind hier gefordert, sondern Jedermann und Jedefrau kann und sollte hier Ideen zur Nutzung, Vorschläge zur Gestaltung oder sogar auch für eine innovative Finanzierung einbringen, die vor Ort diskutiert werden – vielleicht entwickelt sich daraus sogar ein tragfähiges Konzept oder auch spannende und innovative Lösungsvorschläge für andere Objekte. Um nicht im luftleeren Raum zu diskutieren, hat sich die Hauseigentümerin Fabiola Diehl vorab überlegt, ob hier im Erdgeschoss nicht ein qualifiziertes Gebrauchtwarenangebot passen könnte – nicht zuletzt, weil Second Hand längst mehr ist als ein Trend, sondern Ausdruck eines veränderten Konsum- und Nachhaltigkeitsbewusstseins. Wäre das was für Pappenheim?
Moderiert wird das Werkstattgespräch von Andreas Haller, Reisebuchautor und Vorstandsmitglied des Kunst- und Kulturvereins Pappenheim. Ziel ist es, ein tragfähiges Konzept zu entwickeln, das auch als Blaupause für andere Leerstände dienen kann. Zukünftig sollen weitere Werkstattgespräche in anderen Leerstands-Objekten folgen.
Freitag, 13. Februar 2026, 18 Uhr, Pappenheim, Deisingerstraße 26.
Eintritt frei in den gewärmten Raum der ehemaligen Apotheke
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