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26.10.2014 - 0:01

Geschichte / Chronik

Entstehungsgeschichte - Der "Anfang" der TSG

Bereits vor dem 2. Weltkrieg existierte in Pappenheim eine Fußballmannschaft, diese war allerdings eine Unterabteilung des Turnvereins Pappenheim e.V. 1861. Ein Nachweis dafür ist eine Mitgliedskarte des Fußball-Clubs Pappenheim von 1922, damals betrug die Aufnahmegebühr 5 Mark. Als dann im 3. Reich die Lehren des Turnvaters Jahn nicht mehr geehrt werden durfte, löste sich der Turnverein auf.

Doch noch im Jahr 1945 gründete sich in Pappenheim ein eigenständiger Fußballverein mit dem Namen TSG Pappenheim e.V.. Die Gründung fand am 2. Dezember 1945 im Gasthaus „Zum Lamm“, bis 2008 Schuhhaus Leinweber, statt. 2 Wochen später wurde eine Gründungsversammlung im Gasthaus „Stern“ abgehalten. Die Gründungsmitglieder waren Fallenbacher Toni, Dengler Hermann, Wurm Ludwig, Wieser Gustav, Hertlein Georg, Hopf Helmut, Czepalla Anton, Stegerwald Edmund und Krahe. In dieser Gründungsversammlung wurden folgende Personen gewählt, als 1. Vorsitzenden Übel Albert, Spielleiter war Hertlein Georg und Betreuer war Edel Frieder sen..

Die Spieler der 1. Mannschaft waren Brenner Karl, Gießen Heinz, Leykauf, Eitler Hans, Ruckert Hans, Satzinger Willi, Eitler Karl, Rumpf Michel, Morava Herbert und Fischer Herbert, der später sogar in der Oberliga bei Schweinfurt spielte. Zu dieser Mannschaft stießen dazu Unsorg Karl, Schweidler Alfons, Wisniewski Leo, Kainz Hans und Müller Hittich.

Diese Mannschaft blieb in den folgenden 3 Jahren zusammen und bestritt am Anfang nur Freundschaftsspiele. Das 1. Spiel bestritten die Pappenheimer gegen Eichstätt, was mit 7:0 gewonnen wurde.

In der Saison 1946/47 begann die TSG Pappenheim e.V. in der Liga II. des Bezirks Weißenburg zu spielen. Dort gelang ihnen fast auf Anhieb der Sprung in die höhere Klasse. In dieser Liga spielten ESV Treuchtlingen, TSV Weißenburg, FC Gunzenhausen, TV Öttingen, FC Berolzheim, TV Greding, Eichstätt, Rennertshofen und Pleinfeld.

Zu den Spielen fuhr man damals entweder mit dem Fahrrad, Lastwagen oder, wenn welche zu bekommen waren, mit Omnibussen.

Als dann 1950 die Spielklassen neu eingeteilt wurden, spielte die TSG Pappenheim e.V. in der A-Klasse, wobei der Tabellenstand nicht so berühmt war. A-Klasse bedeutete damals Fahrten nach Uffenheim, Bad Windsheim, Feuchtwangen, SpVgg Ansbach und Ansbach-Eyb, so dass die Mannschaft oft schon früh morgens wegfahren musste.

3-Städte Turnier 1953 in Berlin - Spiel vor 70.000 Zuschauern

1953 hatte die TSG Pappenheim e.V. eine Einladung zum 3-Städte-Turnier nach Berlin, wo die grpßen Städte Beldgrad, Wien und Berlin teilnahmen. Die Fahrt organisierte Hans Schwaabe, damals 2. Vorsitzender und Herz des Vereins. Dabei durfte die TSG Pappenheim e.V. die Vorspiele absolvieren, was für die Kleinstädter natürlich ein großes Erlebnis war.

Das 1. Spiel fand im Poststadion gegen die Reservemannschaft von Minerva Berlin vor ca. 20.000 Zuschauern statt und wurde verloren. Am Abend gab es einen großes Empfang der Stadt Berlin für alle am Turnier teilnehmenden Mannschaften, darunter auch unsere TSG’ler. Die von Pappenheim mitgebrachten Mützen mit der Aufschrift „Ich kenne meine Pappenheimer“, fanden unter den anderen Mannschaften reißenden Absatz. Das Interesse an diesen Mützen war so groß, dass der Preis (Sektflaschen) für die Mützen in die Höhe schnellte.

2 Tage später hatte Pappenheim das Glück, das Vorspiel im Olympiastadion gegen die 1. Mannschaft von Union Berlin vor ca. 70.000 Zuschauern zu bestreiten.

In diesem Spiel führte Pappenheim bis zur 80. Minute mit 1:0, musste sich aber nach 90 Minuten mit 1:3 geschlagen geben.

Von der sportlichen Leistung war der Ausflug leider nicht so erfolgreich, obwohl der Torhüter Karl Brenner sofort einen Vertrag bei einem Oberligaverein bekommen hatte. Dennoch war diese Reise für alle Beteiligten eines der unvergesslichsten Erlebnisse ihrer Fußballerlaufbahn.

In den ehemaligen Genuss der Reise kamen folgende Spieler Unsorg Karl, Schweidler Alfons, Sippekamp Erhard, Brenner Karl, Popp Ludwid, Zippel Karl, Franz Rauner ("unbekannt" im Bild), Wisnieski Leo, Auernhammer Hans, Meister Gerhard, Oschetzki Uli, Vogt Willibald und der Kassier Karl Dasch, sowie der 2. Vorsitzende Schwabe Hans.

TSG Ausflug 1964 nach Jugoslawien

Diese Mannschaft blieb fast komplett bis 1956/57 zusammen, wobei aus der eigenen Jugend die Spieler Thomas Heinz, Leinweber Ewald, Thomas Josef, Mäge Heinz und Mäge Günther dazu kamen.

Trotz dieser Blutauffrischung konnte der Abstieg in die B-Klasse nicht vermieden werden.

1964 trat die TSG Pappenheim eine ihrer spektakulärsten Reisen an. Mit 46 Personen fuhr die TSG Pappenheim zu einer Sportbegegnung nach Jugoslawien. Vorgesehen waren 3 Fußballspiele, gegen Crikvenica, Rijeka und Novi Vinodol. Den deutschen Gästen bot sich über 14 Tage in Rijeka, wo sie in einem Studentenwohnheim untergebracht waren, ein recht reichhaltiges Programm. Unter der Reiseleitung von Karl Reißinger, dem damaligen Vorsitzenden der TSG, stand nicht nur Fußball auf dem Programm, sondern auch Freizeitunterhaltung. Neben Besichtigungen von diversen Sehenswürdigkeiten, kam auch der Badespaß nicht zu kurz.

Das 1. Spiel bestritt die TSG Pappenheim gegen den Amateurligisten NK Crikvenica, mit folgender Mannschaftsaufstellung: Schmidt Walter, Stretz Herbert, Dauer, Otta, Wichmann Hans, Mürl Adolf, Hertlein Ludwig, Leinweber Ewald, Satzinger Willi, Eitler Karl-Heinz und Irlbauer. Dabei erreichte unsere Mannschaft ein beachtliches 1:1 Unentschieden. Nach dem Spiel wurde die Reisegesellschaft mit einheimischen Speisen und Getränken verwöhnt.

Ein weiteres Spiel fand einige Tage später gegen SD Orient Rijeka statt. Die dickste Überraschung war, dass Rijeka in der jugoslawischen Landesliga spielte und dort Tabellenführer war. Also ein paar Nummern zu groß für die TSG Pappenheim. Dementsprechend fiel auch das Ergebnis aus. Das Spiel endete 7:0 für die Gastgeber, die sich beim anschließenden Empfang auch wirklich als Gastgeber entpuppten. Die TSG konnte eine hervorragende Bewirtung genießen.

Das letzte Spiel war gegen Novi Vinodol. Auch dort hatten die „Niederländer“ keine Chance und verloren mit 6:0. Trotzdem bleibt diese Fahrt allen Spielern und mitgereisten Angehörigen in bester Erinnerung, denn die Pappenheimer Sportler hatten eine Bande der Freundschaft geknüpft.

1967 konnte die Jugendmannschaft der TSG Pappenheim (15 - 18 Jahre) sich bis ins Finale der Pokalkreismisterschaft durchschlagen und traf dort auf den TSV 1860 Weißenburg (Bayernliga) auf der Bezirksportanlage des ESV Treuchtlingen.

Hier zum Spielbericht des spannenden Spiels

Jugendmannschaft vor dem Pokalkreisfinale 1967: o.v.l.: Eckard Popp, Dietmar Theodor, Hermann Wenzel, Hans Eitler, Karl-Heinz Stephan, Günther Wiesnieswki (C), Siegert (Jugendleiter). u.v.l.: Hans Berger, Diether Both, Hans Casna, Harald Gegennagel, Günther Brosowski

70er und 80er Jahre - Höhepunkte, Turbolenzen, Probleme, Wiederbelebung

Zurückgekehrt von Sonne und Meer begann der harte Punktspielalltag in der B-Klasse. In der Zeit von 1965-1970 hielt Pappenheim die Spielklasse und war immer im oberen Drittel der Tabelle zu finden. Einen wichtigen Schritt in die Zukunft machte der Verein mit der Neugestaltung des Sportgeländes auf der Lach. Es war ein langer und harter Verhandlungsweg mit der Stadt Pappenheim, der sich über die Jahre 1967-1971 hinzog. Mit viel Idealismus und Eigenleistung konnten die beiden jetzigen Spielfelder gestaltet werden. Geleistete Arbeiten waren zum Beispiel Errichtung der Flutlicht- und Netzfanganlage, Erweiterung des Fußballfeldes auf die Ausmaße 100x68m, Versetzen der Tore, Errichten einer neuen Barriere und Erstellung von Sitzbänken. Ermöglicht wurde dies alles durch das große Engagement und das Durchsetzungsvermögen des damaligen Vorsitzenden Herbert Angermann.

Dazwischen gab es weitere Höhepunkte im Vereinsleben. Ein Beispiel dafür ist das von der TSG Pappenheim organisierte Pfingstpokalturnier 1968. An diesem Turnier nahmen der TSV Weißenburg, damals Landesligist, der ESV Treuchtlingen (A-Klasse) und Viktoria 89 Berlin teil. Das Endspiel bestritten der TSV Weißenburg gegen die Gastgeber TSG Pappenheim. In einem sehr spannenden Spiel schlugen die „Niederländer“ die Weißenburger mit 3:1, durch die Tore von Hertlein  (2) und Schmidt Alex.

Erst 1971 gelang der TSG Pappenheim unter Trainer Heinrich Haarnagell der Aufstieg in die A-Klasse. Diese Klasse konnte bei guter Leistung im 1. Jahr mit einem oberen Tabellenplatz verteidigt werden. Allerdings konnte durch einen Generationswechsel in der Mannschaft die A-Klasse im 3. Jahr nicht gehalten werden. Dieser Aderlass an erfahrenen und verdienten Spielern konnte in den nachfolgenden Jahren nicht durch junge Nachwuchsspieler kompensiert werden, so dass die TSG Pappenheim in der B-Klasse nie über einen Platz im Mittelfeld hinaus kam.

B-Klassen Meister 1971/1972: o.v.l.: Heinrich Haarnagell (Trainer), Erwin Wurm, Karl-Heinz Stephan, Karlheinz Eitler, Herbert Stretz, Günther Wisniewski, Ewald Leinweber, Herbert Angermann (Vorsitzender), Hans Schwabe (Spielleiter). u.v.l.: Günther Brosowski, Jürgen Pfisterer, Horst Schupp, Hans Berger, Hans Brenner

Neben den sportlichen Problemen, sorgten ebenso Führungsprobleme für Turbulenzen. Zeitweise hatte der Verein keinen Vorstand, ständig wechselnde Trainer und Spielleiter, etc.. Darüber hinaus wurde das Vereinsleben durch einen erzwungenen Vereinslokalwechsel vom Gasthaus „Zum Stern“ in „Die Linde“ belastet, so dass keine ordentlichen Spielersitzungen abgehalten werden konnten.

Trauriger Höhepunkt dieser sportlichen und gesellschaftlichen Probleme war der Abstieg in die C-Klasse in der Saison 1981/1982. Hier machte sich die mangelnde Kontinuität in der Jugendbetreuung besonders negativ bemerkbar. Dies zeigt sich wie häufig stiefmütterlich behandelte Jugendarbeit gravierend auf sportliche Vereinserfolge auswirken kann.

In dieser Zeit wurde begonnen die brachliegende Jugendbetreuung, federführend durch Sportkameraden wie Pobatschnig Karl, Leinweber Ewald, Eitler Karl-Heinz und Kießlinger Rolf, wiederzubeleben.

Doch leider ist es in der Jugendarbeit oft so wie in der Politik, so dass engagierte Arbeit erst nach Jahren Früchte trägt.

So dauerte es ein Jahrzehnt bis die TSG Pappenheim eine technisch versierte und schlagkräftige Mannschaft vorzuweisen hatte.

TSG Pappenheim 1985 C-Klasse: o.v.l.: Helmut Michel, Günther Rusam, Harald Matthes, Paul Pollok, Lothar Pollok, Rudolf Frosch, Rainer Ruff, Ewald Leinweber (Vorstand). u.v.l.: Rodolf Romoth, Peter Pollok, Bernd Frosch, Günther Bronkorsky, Willi Lutz (C), Hans Berger (Trainer)

Frühe 90er Jahre - Sportheimausbau, Erfolg, Ausflug nach Coussac-Bonneval - eine schöne Zeit

Viele Spielzeiten tummelte sich die TSG Pappenheim in den Niederungen der C-Klasse.

Engagierte Trainer wie Schönfelder Willi und Berger Hans verhinderten in dieser Zeit ein Auseinanderbrechen der Mannschaft.

Ein Glücksgriff gelang dem Verein in der Saison 1990/91 mit der Verpflichtung von Meister Uwe als Spielertrainer. Dadurch war es möglich Spieler wie Frosch Bernd und Krauß Hans-Peter zurückzuholen. Dazu kamen Pirnath Thomas und aus den neuen Bundesländern die Spieler Schneider Andreas, Arnold Lutz und Senst Peter. Außerdem stießen 7 Spieler aus der eigenen Jugend dazu, wobei die Spieler Pecollaj Fanolli, Pecollaj Josef, Stöhr Ralf und Kießlinger Jörn auf Anhieb den Sprung in die 1. Mannschaft schafften.

Im Mai 1991 konnte durch Dekan Herold und Stadtpfarrer Reichardt, nach 8-jähriger Bauzeit, das neue Vereinshaus eingeweiht werden.

Anlässlich dessen hielt die TSG Pappenheim e.V. ein Pokalturnier mit den Vereinen SF Bieswang, Türk.SV Weißenburg, SV Übermatzhofen, TSG Solnhofen und TSV Dietfurt ab, was die Bieswanger für sich entscheiden konnten.

1992 startete die TSG Pappenheim e.V. wieder einmal zu einer größeren Reise, in die Partnerstadt nach Coussac-Bonneval, Frankreich.

Nach einer 16-stündigen Fahrt kamen Spieler und Mitreisende müde und abgeschlagen bei den Gastgebern an.

Auf dem Marktplatz wurden wir herzlich empfangen und bei unseren Gastfamilien untergebracht.

Am 20.06.92 fand ein fußballerisches Kräftemessen zwischen beiden Partnerstädten statt. Das Match konnten die angereisten Bayern für sich entscheiden.

Viel wichtiger als das Spiel war allerdings, die Pflege der freundlichen Bande. Die herzliche Art der Franzosen, die uns mit Spezialitäten verwöhnten, begeisterte alle Pappenheimer.

In Staunen versetzte uns die Ruhe der Franzosen, die für ein Mittagsmenü mit 12-14 Gängen 2-3 Stunden benötigten.

Daran mussten wir Bayern uns erst gewöhnen. Außerdem boten uns die Gastgeber schöne Ausflüge, u.a. nach Pompadour. Das Abschiednehmen fiel uns nach all dem Erlebten sehr schwer.

Zurück in der Heimat hatte uns der Fußball-Alltag mit all seinen Problemchen und Freuden wieder. Denn die TSG’ler beendeten die Saison als Meister der C-Klasse.

Leider musste Uwe Meister sein Traineramt nach 3 Jahren aus beruflichen Gründen abgeben. Dennoch konnte er stolz auf seine Arbeit sein, denn er brachte die junge Truppe in die B-Klasse.

Diese Spielklasse konnte nach sehr schlechtem Auftakt (1:11 Punkte) schließlich mit einem Platz im hinteren Mittelfeld abgeschlossen werden.

Neuer Trainer wurde Ernst Haller in der Saison 1993/1994. Leider gelang es Trainer und Mannschaft nicht die B-Klasse zu erhalten.

Wieder in die C-Klasse abgestiegen, konnte der Verein Willi Wolf als Trainer verpflichten, der mit neuem Schwung und Elan die Mannschaft wieder aus dem Tief holte und in die B-Klasse führte.

C-Klassen Meister 1994/1995: o.v.l.: Ewald Leinweber (1. Vorstand), Willi Wolf (Trainer), Oliver Schupp, Eduard Koczuba, Thomas Pirnath, Detlef Vettermann, Otto Aures, Harut Budak, Peter Senst, Alexander Mürl, Günther Bronkorsky, Uwe Meister (2. Vorstand). u.v.l.: Karl-Heinz Rummel, Lutz Arnold, Horst Born, Michael Oezgen, Philipp Krauß, Hans-Peter Krauß, Gerd Leinweber (C), Bernd Frosch

1996-2001 Prominenz in Pappenheim - Spiele gegen den "Glubb" und Greuther Fürth - Sportheimausbau

Zum 50-jährigen Vereinsjubiläum im Juli 1996 konnte zum Festwochenende ein Freundschaftsspiel mit dem 1.FC Nürnberg arrangiert werden.

Sage und schreibe 1500 Besucher kamen zum Aufeinandertreffen der TSG Pappenheim mit dem damaligen Regionalligaabsteiger unter Trainergespann Willi Entenmann/Thomas Brunner. Die mitgereisten Clubspieler erwarben viele Sympathien, durch ein schönes Spiel und großzügige Bemühungen beim anschließenden Autogramme geben. Auch nach diesen „Anstrengungen“ beim Essen im Festzelt waren die „Clubberer“ sehr volksnah. Durch den 1. Vorsitzenden Uwe Meister konnte dieses Spektakel möglich gemacht werden. Die TSG mit Trainer Willi Wolf verlor das Spiel mit 11:0. Hier Mannschaftsaufstellungen und Spielinfos:

TSG: Willi Lutz, Horst Born, Reinhard Schorsch, Karl-Heinz Rummel, Uwe Meister, Willi Wolf, Günther Bronkorsky, Josef Pecollaj, Thomas, Pirnath, Lutz Arnold, Gerd Leinweber, Fanolli Pecollay, Claus Treu, Alexander Mürl, Nezir Hodzic, Detlef Vettermann, Eduard Koczuba, Klaus Mürl, Peter Thomas.

1.FCN: Curko, Müller, Knäbel(2), Halat(1), Simunec, Keuler, Rost, Baumann(1), Wiesinger, Bürger(1), Nikol, Oechsler, Jenker(1), Kurth, Möckel(1), Rimkous(3), Tölcseres.

Bericht TSG Pappenheim - 1. FC Nürnberg des Weißenburger Tagblattes von Uwe Mühling 

1999 konnte dann endlich nach vielen anstrengen Monaten der Sportheimausbau fertiggestellt werden. Es konnte nur durch die harte Arbeit der etlichen Pappenheimer Helfer, die fast jede freie Minute an der „Sportheimbaustelle“ verbrachten, ausgebaut werden.

Der nächste Top-Klub aus Bayern ließ nicht lange auf sich warten. Juli 1999 war die SpVgg Greuther Fürth zur Sportheim-Einweihung zu Gast. Obwohl das Match ein wenig unter regen litt, kamen dennoch 600 Zuschauer. Das erwartete zweistellige Ergebnis blieb aus, denn die Fürther unter Benno Möhlmann gewann mit 7:1 gegen die Elf von Hans-Peter Lang, die sich nach dessen Aussage „hervorragend verkauften“. Möhlmann lobte die Abwehr der TSG. Abwehrspieler Christian Leykamm hat sich mit Fürths Türr das interessanteste Duell des Spiels geliefert. Der Ghanaer und frühere U16-Weltmeister Nii Lamptey spielte die TSG regelrecht schwindelig. Den einzigen Treffer für die Pappenheimer schoss Günther „Rassel“ Rusam per Freistoß, der danach nicht mehr zu halten war und nur noch von TSG-Keeper Rummel gestoppt werden konnte.

TSG: Rummel (46. Jentsch), Pirnath (46. Hodza), Leykamm, Gerber, Lang (38. Thomas), Mürl, Tolu, König, Frosch (83. Brosowski), Rusam (59. Urban), Burdyl (75. Reichardt)

Fürth: Hain (46. Reichold), Sbordone (46. Skarabela(1)), Schmidt, Jonkov, Surmann, Juskic (46. Walther), Hube (46. Reichel(1)), Felgenhauer(1), Hassa (46. Meichelbeck), Lamptey(1) (46. Kukulis), Türr(3)

Bericht TSG Pappenheim - SpVgg Greuther Fürth des Weißenburger Tagblattes von Uwe Mühling

Die TSG unternahm zu dieser Zeit viele Ausflüge und Trainingslager. Einmal fuhren sie nach Matrei in Osttirol und ins Trainingslager in das österreichische Scheffau wurde sogar 2x gereist. In Scheffau trainierten die Pappenheimer erst sehr hart und gingen dann geschlossen auf das Dorffest und den anstrengenden Trainingstag genüsslich auszuklingen.

„Sensationell“ aus diesem Jahr war ein Foto zweier „Bekannten“ in der BILD-Zeitung(!). Denn dort waren Alexander Mürl und Marco König abgebildet! Die Bildredaktion zeigte einen Greuther Fürther Spieler im Zweikampf mit den beiden bei unserem Freundschaftsspiel und schrieb einen Artikel über diesen.

Weiteres Highlight des Jahres war ein riesiges Jugendfußballturnier, das vom damaligen Jugendleiter Günther „Rassel“ Rusam auf die Beine gestellt wurde. Obwohl das Wetter nicht ganz mitspielte, war das Turnier ein voller Erfolg. Über 20 Jugendteams von der U9 bis zur U15 spielten über den ganzen Tag verteilt und sogar offizielle Schiedsrichter wurden organisiert.

Die TSG hatte von 1997 bis 2001 immer gute Tabellenplatzierungen in der oberen Tabellenhälfte der Kreisklasse unter den Trainern Hans-Peter Lang, Georg „Schobber“ Urban und Willi Häußler erreicht.

TSG Pappenheim 2000 Kreisklasse. o.v.l.: Bernhard Pappler (Masseur), Andreas Jentsch, Marco Scholz, Yilmaz Tolu, Günther Rusam, Peter Thomas, Stefan Brosowski, Bernd Frosch, Marco Reichardt, Georg "Schobber" Urban (Trainer). u.v.l.: Thomas Pirnath mit Kinder, Marco König, Adam Burdyl, Andreas Schneider, Christian Leykamm, Alexander Mürl (C), Jörg Gerber, Hans-Peter Krauß

Fastaufstieg in Kreisliga - AH des TSV 1860 München zu Gast

Die Saison darauf, also 01/02, erlangte die TSG unter Neu-Trainer Günther Rusam den größten sportlichen Erfolg seit Jahren. Am letzten Spieltag in der 90. Minute war die TSG in die Kreisliga aufgestiegen, doch der Aufstiegskonkurrent SpVgg Wellheim-Konstein schoss in der 91. den 2:1 Siegtreffer gegen den SF Bieswang und stieg als Meister der Kreisklasse mit einem Punkt mehr auf. Pappenheim musste in der Relegation gegen den damals 13. der Kreisliga, den SC Großschwarzenlohe, ran. Viele wichtige Stammspieler fehlten beim Spiel, u.a. Libero Oliver Schupp und Jens Kießlinger.

Nachdem das 1. Aufeinandertreffen wegen eines Sturmes abgebrochen wurde, ging das Nachholspiel in Bergen vor rund 500 Zuschauern 0:3 verloren. 

Die Aufstellung war wie folgt: Andreas Jentsch, Christian Leykamm, Josef Pecollaj, Alexander Mürl, „Max“ Pfaller (64. Acron Pecollaj), Bernd Frosch, Marco Scholz (79. Stefan Brosowski), Tanju Acar, Marco König, Jörg Gerber, Hans-Peter Krauß (70. Marco Reichardt).

Bericht des Relegationsspiels TSG Pappenheim - SC Großschwarzenlohe des Weißenburger Tagblattes von Uwe Mühling und Klaus Katheder

Zur 1200 Jahr-Feier Pappenheims 2002 fand ein Spiel der Pappenheimer AH gegen den Traditionsverein des TSV 1860 München statt. Das Event sorgte durch das fleißige TSG-Team unter dem 1. Vorsitzenden Leykamm und dessen Stellvertreter und Spielmoderator Rusam für einen reibungslosen Ablauf. Früherer 3. Bürgermeister Lämmerer stiftete einen Fifa-WM-Ball für das Match. Die 60er überreichten einen 400€-Scheck für Baumaßnahmen im ev. Pappenheimer Kindergarten. 200 Zuschauer fanden sich zu diesem Spiel am TSG-Sportplatz ein. Günther „Brassi“ Brosowski brachte die TSG unerwartet in Führung. Doch letztendlich endete das Aufeinandertreffen dann 8:2. Günther Wisnewski erzielte das 2. TSG-Tor.

Von den 60ern warn dabei: Orlowski, Knebel, Teufel(2), Staranzank, Kohlhäufl, Wagner, Wolf, Brieger, Zacher(2), Bründl(4), Doll, Sämmer, Amman. Betreuer: Seelmann

Schiedsrichter: Anton Schnelzer / TSG Betreuer: "Max" Pfaller

Bericht TSG Pappenheim AH - TSV 1860 München AH des Weißenburger Tagblattes von Uwe Mühling

Alte Herren 2002 beim Spiel gegen den TSV 1860 München. o.v.l.: Stefan Koch, Karl-Heinz Eitler, unbekannt, Günther Wisnewski, Bernd Tröster, Klaus Glasner, Günther Brosowski, Carlo Krüger, Willi Lutz, Rudi Porkert, Peter Thomas, Paul Pollok, Klaus Mürl. u.v.l.: Helmut Michel, Mario Frizzera, Siggi Jahne, Herbert Stretz, Horst Schupp, Adolf Mürl, Lutz Arnold

Auseinanderbrechen

Die nächsten Jahre waren ziemlich schwer für die TSG Pappenheim, viele wichtige Spieler verließen den Verein, die allgemeine Mitgliederzahl sank immens, finanzielle Probleme schwächten den Verein und in der Saison 2003/2004 unter Trainer Alexander Grauberger stiegen die Pappenheimer auch noch in die A-Klasse ab.

Die folgenden 2 Saisons erreichte die TSG Mittelfeldplätze der A-Klasse. Andreas Schneider betreute das Team in dieser Zeit . 06/07 mit Lang als Trainer schaffte es die TSG, nur 2 Punkte zu Saisonende zu ergattern.

"Wiedergeburt" der TSG Pappenheim

2007 rappelte sich die TSG Pappenheim unter den neuen Vorsitzenden Benjamin Sipos und Dittmar Nix wieder auf, die Vereinsarbeit konnte mit viel Mühe stabilisiert werden und es kehrte Leben zurück in die TSG Pappenheim, "es tat sich wieder was". 2007/2008 wurde der Pleinfelder Gökhan Gökkir als Spielertrainer verpflichtet. Er formte eine neue geschlossene Mannschaft (holte übrigens Yilmaz „Siggi“ Tolu zurück) und schaffte das „Unmögliche“, den Aufstieg in die Kreisklasse. Wobei die TSG aber auch etwas Glück hatte, denn der Meister DJK Eichstätt wechselte den Bezirk, sodass die TSG als Dritter ein Relegationsspiel gegen den Türk KV Weißenburg bestritt. Wegen eines unnötigen Spielabbruchs in diesem Aufstiegsrelegationsspiel in Wettelsheim stiegen beide Kontrahenten auf.

weiter geht es unter Saisonrückblicke

Aufstiegsmannschaft 2007/2008: o.v.l.: Dittmar Nix (2. Vorstand), Daniel Botos, Frank Klimen, Sinisa Stojanovic, Arthur Batea (Kapitän), Versidin Ljiko, Nicolae Nita, Bastian Hillitzer. u.v.l.: Gabriel Kadar, Stefan Brosowski, Yilmaz Tolu, Sascha Pfisterer, Gökhan Gökkir (Trainer), Selcuk Gökay, Alexander Mürl