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25.2.2017 - 10:00

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Mälzerei Wurm

Jacobsche Brauerei

Die Söhne Theodor und Johann des Pappenheimer Kronenwirtes Schumm bekamen in den 40er Jahren des neunzehnten Jahrhunderts vom Magistrat der Stadt Pappenheim die Konzession zur Essig, Branntwein und Weingeistfabrikation und übten dieses Geschäft in dem von Vater Schumm in den 30er Jahren erbauten Haus, dem späteren Wohnhaus der Jacobschen Brauerei aus. Im Jahre 1846 wurde dieses Anwesen von dem Arztsohn Friedrich Adam Schwartz aus Schwabach gekauft, mit dem Ziel, dort eine Brauerei zu errichten. Nach längerem Kampf mit den damaligen Behörden bekam Friedrich Adam Schwartz im Jahre 1851 endlich die lang ersehnte Braukonzession, verbunden mit der Auflage, keinen Schankbetrieb zu errichten, welcher den Pappenheimer Wirten arge Konkurrenz bedeutet hätte. Im September 1853 war es soweit, der erste Sud Bier wurde gesotten. Doch bereits im Jahre 1866 mußte Friedrich Adam Schwartz seine Brauerei nach mißglückten Spekulationsgeschäften wieder verkaufen. Alexander Beck erwarb den Betrieb, welchen er aber wenige Jahre später 1875 wieder verkaufte. Im Jahre 1877 wurde das Brauereianwesen von den Herren Jacob und Herrmann erworben, welche Pappenheim fortan wieder mit Bier versorgten.

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Luftbild

Ab Mai 1900 war Jacob Alleinbesitzer der Brauerei und später zudem auch noch Bürgermeister in Pappenheim. Nach rund fünfzig Betriebsjahren verkaufte er im Jahre 1927 die Brauerei an den Großvater von Friedrich Wurm. Dieser stellte allerdings den Braubetrieb ein und belieferte die übernommenen Gastwirtschaften mit Bier aus seiner eigenen Brauerei in Bieswang, einem heutigen Ortsteil von Pappenheim. Sein Sohn Ludwig, der jetzige Seniorchef, hat die Gebäude nach dem 2. Weltkrieg einer neuen Nutzung zugeführt und eine Tennenmälzerei installiert. Dies war die eigentliche Geburtsstunde der Malzfabrik Wurm in Pappenheim. Seitdem wurde der Betrieb aufgrund des guten Rufes der Pappenheimer Malze ständig vergrößert und modernisiert.

Ausgehend von der ursprünglichen Tennenmälzerei wurden in den Jahren 1962 - 63 Saladinkeimkästen und eine neue Darre errichtet. Im Jahre 1977 wurde mit dem Bau einer Lausmannstraße begonnen, welche 1978 in Betrieb genommen wurde. 1998 wurde die neue Seeger Keim-Darre errichtet, welche dem heutigen Betrieb eine Jahresleistung von gut 20.000 Tonnen Malzproduktion ermöglicht. 2003 wurde die neue Lausmann Keimstraße in Betrieb genommen, welche dem heutigen Betrieb eine Jahresleistung von gut 60.000 Tonnen Malzproduktion ermöglicht.

Luftbild
Seeger Keimdarre
Lausmannstraße

In nunmehr dritter Generation kann Friedrich Wurm bereits auf eine über fünfzigjährige Mälzereitradition zurückblicken. Die nachkommende, jüngste Generation versucht man für Gerste und Malz zu interessieren und ihr unseren vielseitigen Beruf näher zu bringen.

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Kontakt

Mälzerei Wurm
Beckstraße 9
91788 Pappenheim

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Quellennachweis

Bildnachweis:  Malzfabrik Wurm GmbH und Co. KG (Alle Bilder)
Literaturnachweis:
Malzfabrik Wurm GmbH und Co. KG