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17.8.2017 - 3:52

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2. Zeitzeugenarbeit und Quellenauswertung

2.1 Beschaffung von Quellen

Bei einem lokalhistorischen Thema wie diesem ist ein Hauptteil der Arbeit die Beschaffung von seriösen Quellen. Natürlich existieren auch zu kleineren Städten Unterlagen in den jeweiligen Stadtarchiven, jedoch musste ich im Fall meiner Heimatstadt feststellen, dass fast alle relevanten Unterlagen zu den Jahren 1933 – 1945 in den letzten Wochen der nationalsozialistischen Herrschaft vernichtet worden waren oder auf andere Weise verschwunden sind. Vollständig vorhanden sind allerdings sämtliche Ausgaben der „Pappenheimer Zeitung“, die natürlich zügig nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten gleichgeschaltet wurde, also ebenfalls nur bedingt eine objektive Quelle darstellt.

Weiterhin existieren neben den Hauptquellen meiner Arbeit, nämlich den Berichten der Zeitzeugen, einige Unterlagen bei verschiedenen Einrichtungen. Ebenfalls fündig wurde ich stellenweise in Büchern, diese Quellen waren jedoch im Vergleich zu den persönlichen Erzählungen von gebürtigen Pappenheimern, meist relativ unergiebig.

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2.2 Kritische Betrachtung der Zeitzeugenaussagen

Bei der Auswertung von Zeitzeugenberichten, die bis auf wenige Ausnahmen natürlich rein subjektiv waren und kaum differenzierten, gilt es mehrere Fakten zu beachten. Ein Problem ist das Alter der Zeitzeugen, nur die Befragung einer Vielzahl von Pappenheimern lieferte letztendlich ein möglichst objektives Bild. Des Weiteren muss berücksichtigt werden, dass die politische Einstellung und die eigene „politische Vergangenheit“ einzelner Zeitzeugen maßgeblichen Einfluss auf ihre Berichterstattung hatte.

Vertauschungen von Fakten, der Mangel an genauen Daten und die teilweise widersprüchliche Darstellungen von Sachverhalten erschwerten manchmal die Auswertung.

Jedoch muss auch erwähnt werden, dass einige Zeitzeugen überraschenderweise sehr objektiv und differenziert berichteten. Dies wirkt sich natürlich positiv auf die Seriosität der Arbeit aus.

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